Hetzner Cloud

Hetzner Online, ein ISP aus Bayern, hat am 23. Januar 2018 ein neues Produkt veröffentlicht: die Hetzner Cloud. Sie erweitert das bisherige Produktsegment um eine Plattform, die es ermöglicht, virtuelle Maschinen dynamischer zu betreiben und abzurechen als es bisher beim klassischen VPS-Hosting üblich und möglich war.

Dabei werden die Instanzen nicht monatsweise abgerechnet, sondern nur so lange, wie sie erstellt und somit alloziert sind. Wichtig hierbei: es macht bei der Abrechnung keinen Unterschied, ob die Instanzen ein- oder ausgeschaltet waren, die Allokation ist entscheidend und stellt somit einen Unterschied zu anderen Cloud-Plattformen wie z.B. der Google Cloud Compute Engine dar. Durch die dauerhafte Reservierung der Ressourcen soll eine schnellere Bereitstellung möglich sein. Des Weiteren wird zum Management neben der Webkonsole eine API zur Verfügung gestellt. In Verbindung mit dieser API können automatisierte Szenarien entwickelt und realisiert werden, in denen z.B. in Abhängigkeit von der Last VMs erstellt und gelöscht werden. Hier zahlt sich dann der Vorteil der “Cloud” aus, da kurzfristiger reagiert werden kann und nicht alle Ressourcen den gesamten Monat vorgehalten und bezahlt werden müssen.

Das Einstiegsprodukt ist die “CX11” mit 1 vCPU, 2 GB RAM, 20 GB SSD-Speicher und 20 TB inklusivem Traffic. Eine CX11-Instanz kostet 0,5 ct./h, monatlich aber nicht mehr als 2,96 €. (Stand: 02.02.2018) Optionen wie Backups, Snapshots und zusätzliche als “Floating IPs” bezeichnete instanzunabhängige IP-Adressen kosten extra. Gehostet werden die Instanzen in den firmeneigenen Rechenzentren in Nürnberg und Falkenstein. Weitere Informationen stellt Hetzner Online auf der eigenen Webseite zur Verfügung.

Kommentar

Ich hoste bereits seit gut zwei Jahren viel bei Hetzner. Da ich bereits vor einigen Monaten die Hetzner Cloud testen konnte, kam die Veröffentlichung für mich nicht überraschend. Ich hatte schon vor einem Monat eine Umstrukturierung der Server und Services geplant. Somit konnte der Blog in der Veröffentlichungswoche auf eine Hetzner Cloud-Instanz migriert werden und läuft bisher ohne Probleme und Störungen.

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In meinem Anwendungsfall ist eine dynamische Steuerung über API, etc. nicht notwendig, da ich überweiegend HTTP- und Mailserver betreibe, die sowieso 24/7 laufen müssen. So nutze ich das Angebot wie die klassischen VPS bisher. Ich denke allerdings, dass für Testing-Server dieses bei Hetzner neue Konzept sich auszahlen wird, da gerade diese Maschinen nicht 24/7 laufen müssen – man muss nur daran denken, dass eine ausgeschaltete Maschine auch weiterhin den vollen Tarif kostet, es sei denn man “persistiert” sie in Form eines Snapshots, der weniger kostet und aus dem wieder eine VM-Instanz erzeugt werden kann.

Da das Produkt momentan noch frisch ist und der Funktionsumfang in der nächsten Zeit noch erweitert werden soll, bin ich gespannt, was noch hinzu kommt.

Momentan bin ich mit der Hetzner Cloud sehr zufrieden.

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