Debian 9 „Stretch“ erschienen

Still und heimlich ist am Samstag, den 17. Juni 2017 nach über 2 Jahren eine neue Version der Linux-Distribution Debian erschien. Version 9 führt mit dem Codenamen „Stretch“ die Reihe an Toy Story-Charakteren fort. Debian 9 wird dem Gründer des Projekts, Ian Murdock, gewidmet, welcher am 28. Dezember 2015 verstorben ist.

Statt großen Neuerungen wurde wie üblich an kleinen Stellen nachgebessert. Auffallendste Änderung für Administratoren wird die Umstellung von MySQL auf MariaDB sein. Weitere Änderungen sind:

  • die Umbenennung von Iceweasel und Icedove zurück zu Firefox und Thunderbird, nachdem ein jahrelanger Streit zwischen dem Debian-Projekt und Mozilla beigelegt wurde,
  • verbesserte Unterstützung für UEFI,
  • neuere Versionen von GnuPG (modern-Zweig),
  • ermöglichter Betrieb vom X-Display-System ohne root-Rechte,
  • verbesserte Sicherheit und Integrität von Paketen (Reproducible-Builds-Projekt deckt ca. 90% ab).

Des weiteren sind viele Pakete wieder auf einem aktuelleren Stand. Als Kernel kommt Version 4.9.30 zum Einsatz.

Achtung: Hinweise zu administrativen Eingriffen beachten! Daten vorher sichern!

Ein Upgrade ist auf Debian 9 sollte UNBEDINGT durch ein vorheriges vollständiges Backup abgesichert werden. Es kann immer etwas schief gehen. Zum Upgraden erst wie üblich alles Bisherige updaten über

dann in der
/etc/apt/sources.list
jessie gegen stretch austauschen und nochmals update, upgrade, dist-upgrade ausführen. Nach einem Neustart sollte dann Debian 9 funktionsfähig sein. Eine (sehr!) ausführlichere Anleitung zu diesem Thema samt Release Notes ist hier verfügbar.

Quelle: Debian News (20170617)

Die z-Kommandos

Als Administrator ist es wichtig, die Logs seiner Systeme zu sichten und auf Unregelmäßigkeiten zu überprüfen. Dies geht besonders gut mit Anwendungen wie cat, less oder more. Damit allerdings die Logs nicht zu groß werden, greift bei vielen Systemen logrotate ein und archiviert (für einen vorgegebene Zeitraum) alte Logs in einem bestimmten Zyklus. Werden diese alten Logs jedoch komprimiert, wird das spätere Begutachten scheinbar schwieriger, da die Dateien nun .gz-komprimiert sind. Die Archive müssten erst entpackt werden, um sie zu lesen. „Die z-Kommandos“ weiterlesen

Tipp: Alt-Tab in Gnome 3 konfigurieren

Gnome 3 ist seit der Canonicals Ankündigung zur Umstellung der Ubuntu-Desktopumgebung in spätestens nächstem Jahr in aller Munde.
Möchte man schnell Anwendungen wechseln, bietet sich die Tastenkombination Alt-Tab in allen üblichen Betriebssystemen an. Während man aber von Unity z.B. gewohnt ist, dass alle Fenster aufgelistet werden, listet Gnome 3 normalerweise nur in Anwendungsgruppen auf. Aus meiner Sicht ist das für einen zügigen Wechsel zwischen den Fenstern, besonders wenn sie zur gleichen Anwendung gehören, hinderlich. „Tipp: Alt-Tab in Gnome 3 konfigurieren“ weiterlesen

Wetterfotos erstellen mit wttr.in

Ein guter Bekannter auf meinem Blog ist wttr.in. Vor knapp einem Jahr vorgestellt, erfreut sich der Dienst bei euch großer Beliebtheit. Nicht zuletzt, weil laufend neue Funktionen dem Open Source-Projekt hinzugefügt werden. So wurde Mitte letzten Jahres eine Mondanzeige und Anfang diesen Jahres Sprachunterstützung für u.a. Deutsch eingeführt. „Wetterfotos erstellen mit wttr.in“ weiterlesen

Mac Login mit iCloud-Passwort (wieder) aktivieren

Seit macOS 10.10 Yosemite ist es möglich, sich in seinem Computerkonto mithilfe des iCloud-Passworts anzumelden.

Üblicherweise wird die Funktion entweder während der Installation bereits angeboten oder lässt sich nachträglich über die Passwortänderung in den Benutzereinstellungen aktivieren.

In besonderen Fällen kann oder muss man diese Funktion jedoch deaktivieren – insbesondere wenn man die Apple ID trennt. Hierfür muss bei der Trennung ein „Separates Passwort“ lokal definiert werden. „Mac Login mit iCloud-Passwort (wieder) aktivieren“ weiterlesen

Pacman-Cache mit paccache aufräumen

Arch Linux unterscheidet sich von anderen Distributionen insbesondere dadurch, dass hier mit pacman ein ganz anderer Paketmanager eingesetzt wird. Bei allen Softwareinstallationen und -updates lädt er die Installationspakete erst in das Verzeichnis /var/cache/pacman, bevor er die jeweiligen Pakete installiert. „Pacman-Cache mit paccache aufräumen“ weiterlesen

wttr.in spricht Deutsch

Wer mir bereits auf Twitter unter @vemgar folgt, hat bereits heute morgen schon gesehen, dass Igor Chubin seinen CLI-Wetterdienst wttr.in um weitere Sprachen erweitert hat. wttr.in habe ich bereits mehrmals im Blog vorgestellt.

Die Sprache lässt zum einen über den GET-Parameter „lang“ spezifizieren.

Zum anderen wird eine noch elegantere Methode zur Verfügung gestellt, die auf das HTTP-Headerfeld Accept-Language zurückgreift (RFC 2616). Mit CURL sieht das ganze dann so aus:

Mit dem Headerfeld lässt sich auf HTTP-Ebene angeben, welche Sprachen bevorzugt werden. Dies lässt sich sogar mit Gewichtungen verfeinern.

In meinen Augen eine nette Verbesserung.

Mozilla in neuem Gewand

Mozilla, bekannt durch den Webbrowser Firefox, den E-Mail-Client Thunderbird oder das Bugtracking-Tool Bugzilla, gab vorgestern die Umstellung auf ein neues Logo-Design bekannt. Besonders an diesem Redesign ist die Einbindung der Community von Anfang an.

Der neue Schriftzug „moz://a“ hebt die Verbindung zur Web hervor und wird durch das aus den URLs bekannte :// charakterisiert. Parallel wurde mit „Zilla“ für das Logo eine neue Schriftart entwickelt, die Mozilla in den nächsten Wochen ebenfalls unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht.

Weitere Informationen sind in der Ankündigung sowie im Blog von Sören Hentzschel zu finden.

Debian 8.7 erschienen

Kurz notiert: gestern Abend wurde Debian 8.7 veröffentlicht. Neuerungen gibt es wenige, dieser kleinere Release stützt sich eher auf Security-Updates. Alte Debian 8-Installationsmedien werden selbstverständlich weiterhin funktionieren, da bei einer Installation meist die neusten Versionen der jeweiligen Pakete installiert werden.

Das Changelog sowie die Mitteilung vom Debian-Team befinden sich hier: https://www.debian.org/News/2017/20170114https://lists.debian.org/debian-announce/2017/msg00000.html

Sicherer Ad-hoc Server mit Python 3

Vor zwei Wochen veröffentlichte ich einen kurzen Blogartikel zum Thema Ad-hoc Server mit Python als Beispiel. any fragte daraufhin, ob es das ganze auch mit TLS/HTTPS und Authentifizierung gibt. Ja, das gibt es – sogar mit Bordmitteln – allerdings muss man hierzu ein wenig nachhelfen. Für diesen Blogartikel setze ich auf Python 3. „Sicherer Ad-hoc Server mit Python 3“ weiterlesen