Kurz notiert: Das Debian-Projekt hat sich in einer Abstimmung mit dem Einsatz von generativer KI im Projekt beschäftigt. Zur Debatte stand, ob und wie die Regeln angepasst werden sollen, ob ein Verbot kommen soll oder der Einsatz begrüßt wird. Das betrifft nicht nur Code, sondern auch Kommunikation wie Bug Reports oder Beiträge auf Mailinglisten.
Acht Vorschläge für den Umgang mit Gen AI standen zur Abstimmung, diese reichten von "No LLM contributions to Debian via Social Contract", also ein nachdrückliches Verbot, bis hin zu "Allow AI-Assisted Contributions with conditions". Darüber hinaus waren auch moderate Optionen vertreten.
Die durchaus moderate Option "Responsible Use of Generative AI" hat sich schließlich in der Präferenzwahl durchgesetzt.
Kurz zum Wahlverfahren, da gibt es nämlich einen spannenden Einblick. Da bei Debian-Abstimmungen die Wähler mit einer Rangfolge inkl. der Sonderoption "Keine der genannten Optionen" (also Ablehnung aller Wahloptionen) abstimmen, lässt sich ablesen, dass ein AI-Ban extrem schlecht ankam. Die beiden kritischen ablehnenden Optionen 1 und 3 landeten sogar hinter "Keine der genannten Optionen".
Die damit einhergehende Diskussion wurde - trotz des moderaten Ergebnisses - durchaus kontrovers geführt. Einerseits ist das Debian-Projekt, das sich traditionell stark für freie Software einsetzt, mit den lizenzrechtlichen Auswirkungen konfrontiert. Denn die LLMs nutzen …