Die eigene Blockchain

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Open Source wird in den letzten Jahren populärer – und das auf vielen Ebenen. So gewinnt nicht nur der Bereich der Open Source Software an Bedeutung – wie letzte Woche gerade erst wieder durch die Veröffentlichung von der MSVC-Implementierung (Nachricht) unter Beweis gestellt. Viel mehr lässt sich nun auch beobachten, dass das 2. Kerckhoffs’sche Prinzip wichtiger wie nie zuvor wird. Bitcoin ist ein Beispiel dafür, dass zentrale Akteure überflüssig werden können, wenn alle Teilnehmer das gleiche Verfahren anwenden und die Konsensfindung nicht über vorher vereinbarte und vertrauensabhängige Rollen, sondern Mathematik sichergestellt wird, um in diesem Fall den Distributed Ledger, das verteilte Kassenbuch, bereitzustellen.

Wie so oft fällt aber das Augenmerk der Masse auf das Nebenprodukt einer Innovation - in diesem Fall ist es die Blockchain. Auch wenn diese bereits Vorgänger wie das in den 1990ern bekannte Hashcash hatte, wurde diese Datenstruktur durch den Einsatz in Bitcoin besonders bekannt.

Das Gute: die „Technik“ dahinter ist in den Grundzügen einfach verständlich. Und weil man Dinge besonders gut verstehen kann, wenn man sie anwendet, erkläre ich in meinem neusten YouTube-Video (Alternativdownload, 157.5 MB) die Basics der Blockchain und werde eine kleine Implementierung auf Python-Basis zusammenbauen.

Das Video ist etwa eine halbe Stunde lang. Ich möchte mit einigen Mythen aufräumen und verdeutlichen, dass es auch nur eine ganz normale Technik ist und vor allem nicht krampfhaft über alles geträufelt werden sollte. Trotz alledem werden sich einige Anwendungsgebiete zeigen, wo diese Technik sinnvoll eingesetzt werden kann.

In dem Zusammenhang möchte ich gerne auf den Gartner Hype Cycle for Emerging Technologies 2018 verweisen, in welchem Blockchain bereits das Tal der Desillusion durchschreitet und jetzt ein guter Zeitpunkt ist, objektiv einen Einblick in diese Welt zu erhalten. In diesem Sinne: viel Spaß mit dem Video!

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