Python 3 – Nur eine Schlange? – Teil 1

Python Logo und SchriftMit diesem Artikel beginne ich eine kleine Serie über meine persönlichen Erfahrungen in der Anwendung von der Programmiersprache Python® 3 zu schreiben. Auch wenn man bei dem Begriff „Python“ zu aller erst an die imposanten Schlangen denkt, geht der Name, was den Meisten vielleicht nicht so geläufig ist, auf die bekannte englische Komikertruppe zurück. Die Sprache lässt sich leicht erlernen und wird über einen Interpreter ausgeführt. Zudem sticht Python durch eine verhältnismäßig einfache Syntax und die leichte Lesbarkeit heraus. Trotzdem ist sie weit verbreitet und wird auch in großen Unternehmen eingesetzt. Im TIOBE Index, der ein Indikator für die Beliebtheit der Programmiersprache ist, stieg sie auf Platz 5 (Stand: 02. Februar 2016) und überholte bspw. PHP, JavaScript und Pascal. Grund genug, einen kleinen Blick auf die Sprache zu werfen.

Python 2 oder 3?

Wenn man Python versucht herunterzuladen, fällt eine weitere Besonderheit der Sprache auf: denn Python ist nicht gleich Python. Viel mehr gibt es zwei Versionsstränge. Python 2 ist hierbei verbreiteter und erschien erstmals im Jahr 2000. Version 2.x sollte 2008 mit Python 3.0 abgelöst werden. 8 Jahre später ist dies immer noch nicht vollständig abgeschlossen. Das liegt an den tiefgreifenden Unterschieden zwischen den beiden Versionen und der daraus mangelnden Unterstützung einiger Programmbibliotheken.

Dennoch habe ich mich persönlich für Python 3 entschieden. Die Vorteile der neuen Version liegen auf der Hand: viele Ausdrücke und Befehle sind nun logischer, zudem stellen auch die großen Distributionen wie Debian und Ubuntu langsam, aber sicher auf Python 3 um. Sollte eine benötigte Bibliothek trotzdem Python 2 voraussetzen, stellt dies später auch keine große Hürde mehr dar, da die Unterschiede der Versionen bei mehr Erfahrung im Umgang mit der Sprache bis auf einige Spezialfälle einfach zu handhaben sind und eine gewisse Aufwärtskompatibilität besteht. Für den Großteil meiner Python-Scripte konnte ich problemlos auf Python 3 setzen, zumal man bedenken muss, dass nach bisherigen Ankündigungen in einigen Jahren der Support für Version 2 ausläuft.

Vorbereitungen

Wie schon einleitend beschrieben, wird Python üblicherweise in einem Interpreter ausgeführt. Das bedeutet im Gegensatz zum Compiler, dass der Quellcode erst zur Laufzeit analysiert, umgewandelt und ausgeführt wird. Darunter leidet natürlich die Leistungsfähigkeit. Der Python 3-Code lässt sich aber mittlerweile auch auf schnelleren Interpretern als dem Standardinterpreter CPython ausführen und sogar kompilieren. Die Stärke der Sprache liegt allerdings in der Einfachheit und der Möglichkeit, schnell zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Scripte können nach Belieben zusammengebaut und getestet werden, der sonst notwendige Kompiliervorgang tritt in den Hintergrund.

Die notwendigen Programme können von Python.org bezogen werden. Linuxnutzer mit einem Paketmanager können die Pakete bequem über Kommandos wie z.B.

bei Debian/Ubuntu oder

bei ArchLinux installieren. Näheres zur Installation von Paketen könnt ihr bei eurem Distributor erfragen.

Achtung! Eine Softwareinstallation ist ein tiefgreifender Prozess, der Admin-Rechte erfordert. Für Schäden, insbesondere bei Abhängigkeitskonflikten und daraus resultierenden Folgen, übernehme ich keine Haftung!

Das erste Programm

Hiernach kann der nun installierte Interpreter über das Startmenü bzw. über ein Terminal und dem Befehl python3 gestartet werden.

In der Zeile, wo >>> steht, geben wir nun folgendes ein:

Dann Enter drücken und voilà: Hallo Welt steht in der Ausgabezeile. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Pythonbefehl und Einstieg in die Pythonprogrammierung!

Natürlich ist das nur der Anfang. Im nächsten Teil der Serie beschäftigen wir uns mit Scriptdateien und Variablen.

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