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CentOS ändert Ausrichtung

Kurz notiert: das Team hinter CentOS, der Red Hat Enterprise Linux-baiserten Distribution, das sich Januar 2014 mit dem RHEL-Herausgeber Red Hat zusammengeschlossen hat, hat heute eine folgenschwere Ankündigung (CentOS, Red Hat) gemacht. Das Projekt wird sich zukünftig auf CentOS Stream konzentrieren. CentOS 8, die aktuelle Version, wird Ende 2021 aufgegeben – und damit drei Jahre vor dem Vorgänger CentOS 7. Die Nachfolge soll CentOS Stream antreten.

Das ist keine simple Namensänderung, sondern eine fundamentale Neuausrichtung: wurde bisher CentOS als RHEL-Nachbau (d. h. downstream) entwickelt, so ist CentOS Stream upstream, d. h. näher an der Softwarequelle, angelegt.

IMHO ist CentOS zukünftig wohl nicht mehr attraktiv für Produktivumgebungen, die eine stabile Umgebung und eine lange Supportzeit (bisher ca. 10 Jahre) erwarten. Kunden, die so etwas wünschen, werden nun zur Kasse gebeten, entweder mit RHEL selbst oder mit Alternativen wie Oracle Linux. Überraschend ist aus meiner Sicht, dass CentOS nun im upstream-Umfeld herumwildert, da dies eigentlich schon das Gebiet von Fedora ist.

Ebenfalls lesenswert ist hierzu der Kommentar von Michael Kofler.

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