Blogrelaunch

NASA Space Shuttle startet

Wer seit heute meinen Blog öffnet, wird ein komplett neues Layout sehen. Grund dafür ist ein lang angestrebter Relaunch, der sich in einem neuen Design, verbesserten Konzepten und eigens entwickelter Software zeigt.

Endlich ist es soweit! Viele Leser, die schon seit längerem dabei sind, haben sicherlich schon gesehen, dass ich seit dem Start des Blogs Januar 2016 außerhalb der Inhalte nichts verändert habe. Design und Software sind geblieben. Gewachsen sind aber Leserschaft, Anzahl der Inhalte und nicht zuletzt auch Anforderungen. Es gibt viele verschiedene Formate, die auch unterschiedlich bedient werden müssen. Insbesondere Wochenrückblick und Podcasts sind zwei Formate, die nur sehr unschön in WordPress zu integrieren waren. Entweder benötige ich einen weiteren, getrennten Blog für die Formate oder sie harmonieren nicht optimal mit den "normalen" Artikeln, die trotzdem geschrieben wurden.

Wurde bisher der Blog aufgerufen, erschienen sofort und lediglich die letzten Beiträge. Für einen klassischen Blog ist das sehr üblich – sofern er ein einheitliches Format hat. Wer sich aber die letzten Wochen auf meinem Blog umgesehen hat, wird überwiegend nur Wochenrückblicke finden. Dabei ergibt sich ein Ungleichgewicht zwischen Qualität und Quantität, welches aus meiner Sicht im alten System unausgeglichen dargestellt wurde.

WordPress

Dabei möchte ich gar nicht WordPress, das bisher meinen Blog technisch ermöglicht hat, in Verruf bringen. WordPress hat die letzten beiden Jahre einen großartigen Dienst geleistet. Es war bei der Gründung des Blogs auch die erste Wahl, da es nicht nur Open Source, sondern sich auch als schnell und zuverlässig erwiesen hat. Auf meinen Server betreibe ich viele Anwendungen und da war und ist WordPress eine der pflegeleichtesten Anwendungen, insbesondere wenn es auf Updatemanagement ankommt. Viele Konfigurationsmöglichkeiten können zur Anpassung herangezogen werden und die Software bietet generell Mittel für ein schnelles Arbeiten.

Wer ein weiteres Feature in seinem Blog nutzen möchte, kann sich problemlos im Plug-In-Store bedienen und Antispam-, Podcast- oder Administrationsfunktionalität ergänzen. Der große Themestore und die generell große Auswahl von Themes für die Software ist bemerkenswert.

Eigenentwicklung als Nachfolger

Warum also etwas eigenes entwickeln? Weil sich aus der Freiheit mitunter Probleme ergeben. Ich bin kein großer Anhänger von Plug-Ins, die so tiefgreifend sind, dass Grundfunktionalitäten eines Blogs von diesen übernommen werden. 17 Plug-Ins habe ich bisher in meinem Blog genutzt, um z.B. auch die AMP-Seiten für eine optimierte Mobilansicht bereitzustellen.

Knackpunkte waren drei Anforderungen: das Ziel, alle Ressourcen selber zu hosten (insb. für DSGVO), der Wunsch nach einem Magazin-Design und die saubere Trennung zu den Blogplaneten, in denen einige Open Source-Artikel weiterveröffentlicht werden. Die ersteren Wünsche ließen sich nur über tiefe Eingriffe durch Templates, Plug-Ins oder gar Codemodifikationen implementieren, bei denen jedes Core-Update von WordPress für Inkompatibilitäten auf den "höheren Schichten" sorgen könnte.

Warum nicht also eine eigene Blogsoftware aufsetzen, die für diesen Blog optimiert werden kann?

Ich greife größtenteils auf das Python-Framework Django zurück, mit dem in rasender Geschwindigkeit Webprojekte realisiert werde können. Die Softwareentwicklung von Django-Anwendungen kann man auch teils mit Metaprogrammierung vergleichen.

Konkrete Anpassungen fanden insbesondere auf Templateebene statt. Das Template selber wird nicht unter einer Open Source-Lizenz bereitgestellt, weswegen eine Veröffentlichung der Blogsoftware als Open Source-Projekt momemtan nicht zur Debatte steht.

Die Neuerungen

Nun möchte ich aber auf den Punkt kommen: was hat sich denn nun verändert?

Die neue Startseite begrüßt die Leser mit einer Übersicht der Top-Artikel. Sie wird manuell zusammengestellt und kann so optimiert werden, dass das Augenmerk auch auf bestimmten, älteren Artikeln liegen kann.

Im Blog werden jetzt die drei Themenbereiche Technologie, Panorama sowie Tipps & Tricks angesprochen. Die neue Kategorienstruktur wurde bereits für die bisherigen Artikel in mühsamer Handarbeit übernommen und wird weiterhin verbessert, um die Struktur zwischen den vielen unterschiedlichen Artikeln zu bewahren.

Die Übersicht neuer Artikel lässt sich nun filtern, damit die teils heterogenen Lesergruppen schnell ihre gewünschten Informationen erreichen können.

Eine neu eingeführte Favoritensektion (oder engl.: Editors' Picks) ermöglicht das Präsentieren von älteren Artikel aus dem Archiv, um eine gewisse Rotation unter den Blogbeiträgen zu ermöglichen. Hierunter laden vier Top-Kategorien, die jeweils fünf (mitunter ausgewählte) Nachrichten als Auszug zeigen, zum Verweilen ein.

Vermischte Nachrichten finden sich am Seitenende und werden, sofern es sich ergibt, durch eigene Kommentarbeiträge ergänzt.

Was bleibt

Auch wenn es viele Neuerungen gibt, war, ist und bleibt bei diesem Relaunch die Migration wichtig. Die bisherigen URL-Strukturen bleiben (bis auf kleinere Änderungen) erhalten. Dies gilt insbesondere für die Artikel, die geschlossen übernommen wurden. Auch die Feedadressen bleiben, es sind keine Modifikationen an den Feedreadern nötig. Einzig der OSS-Planet-Feed ist neu, diesen werde ich aber die Tage auch einreichen.

Eine Herausforderung ist die Migration von WordPress, da viele (WordPress-lastige) Formatierungen auch nach dem Relaunch sukzessive angepasst werden müssen. Dies gilt insbesondere für eingebundene Bilder und Code-Beispiele. Für jeden Hinweis auf Unstimmigkeiten beim neuen Layout bin ich hierfür sehr dankbar!

Die Google-optimierten AMP-Pages sind verfügbar, aber noch nicht optimal kompatibel und standardkonform.

Was noch kommt

Wer durch den Blog surft, wird eventuell die Kommentare vermissen. Es stimmt: diese Funktion ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht live, wird aber in der nächsten Zeit (wieder) eingeführt. Alte Kommentare werden dann soweit wie möglich aus WordPress übernommen. (Update 10. Juli 2018: Kommentare sind ab sofort verfügbar)

Die Suche wird momentan über DuckDuckGo abgewickelt, die später durch eine Hauslösung (vllt. auf Basis von Elasticsearch? wer weiß) ersetzt wird.

Im Hintergrund werden zukünftig einige Verbesserungen umgesetzt und automatisierte Housekeeping-Prozesse eingeführt.

Ein Newsletter steht momentan auch auf der ToDo-Liste. Ihr erfahrt zeitnah, wenn die Änderungen live gehen.

Caching ist auch ein Thema. Wenn also die Seiten momentan noch langsam sind, könnt ihr schon in wenigen Tagen bis Wochen mit Abhilfe rechnen.

Fazit

Unterm Strich bin ich mit der Umstellung derzeit zufrieden. Noch wichtiger ist aber euer Feedback. Schreibt mir gerne einen Kommentar! Und hiermit sind dann auch endlich die Datenschutzvorschaltseiten Geschichte.

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