Wochenrückblick KW 16/2018

Eine Woche voller Nachricht ist hinter uns. Was ist alles so passiert?

Eine gute Nachricht für alle Nutzer von Ad-Blockern: der Bundesgerichtshof hat diese Woche entschieden, dass das als Whitelisting bezeichnete Geschäftsmodell der Firma EYEO nicht wettbewerbswidrig ist und hob somit eine vorinstanzliche Entscheidung des OLG Köln auf.

Wer kann sich noch an Google Hangouts erinnern? Wenn ich mich noch recht erinnern kann, wurde der Messenger im Zuge einer Herauslösung aus Google+ 2013 als DER Messenger schlechthin gehyped, brachte aber nicht den gewünschten Erfolg. Dann kamen Allo und Duo. Warum nun zwei (oder mit Hangouts drei) Apps eine ähnliche Funktionalität bereitstellen sollen, verstehe ich bis heute nicht. Allo war aber zum Veröffentlichungszeitpunkt ein nettes Gimmick, weil man den Google Assistant, der erst später auf die Nexus-Geräte ausgerollt wurde, schon testen konnte. Es wurde auch vieles getan, damit Allo und Duo DIE Messenger schlechthin werden sollen. Aber nein, nun doch nicht. Jetzt soll sich mehr auf “Google Chat” konzentriert werden und das baut auf dem RCS-Standard auf. Noch nie davon gehört?

RCS (Anm.: oder auch Joyn) soll insbesondere mit mobilen Instant-Messenger-Diensten […] konkurrieren, die für die Mobilfunkanbieter nicht monetarisierbar sind.

– Quelle:
Seite „Joyn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. April 2018, 20:04 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Joyn&oldid=176745410 (Abgerufen: 22. April 2018, 08:33 UTC)

Wenn das kein Erfolg wird! 😉

Neues aus der E-Auto-Branche: schon einmal von Ionity gehört? Das ist ein Joint Venture von BMW, Daimler, Ford und dem Volkswagen-Konzern (für die Marken Audi und Porsche) und möchte ein Schnellladesystem aufbauen. Ziel: alle 120 km eine Ladestation. Und das auch markenunabhängig. Man möchte sogar mit Tesla kooperieren. Das Ladesystem soll auf den Standard CCS aufbauen. Einem der Unterstützervereine, CharIN, ist Tesla neben vielen bekannten Automarken auch schon beigetreten.

LESETIPP  Wochenrückblick KW 12/2018

Wo wir beim Thema Auto sind: Barcelona hat ein ganz interessantes Konzept, um die von Autos überfüllten Innenstädte in den Griff zu bekommen. Das baut auf sog. Superblöcke auf und ist so eine Mischung aus verkehrsberuhigtem Bereich, “Anwohner frei” und geschickter Verkehrsleitung.

Deutschlands Autobahnen sollen ab 2021 nicht mehr von den Ländern, sondern vom Bund verwaltet werden. Die Zentrale kommt nach Leipzig.

Thema Open Source und Linux: Pip, Pythons Paketmanager, wurde nun auf Version 10.0 gehoben und Pypi, Pythons Bibliothek für Bibliotheken, erstrahlt in neuem Gewand. Außerdem ein Blogbeitragstipp für alle, die mit der Kontrasteinstellung unter Linux kämpfen. Apple hat diese Woche zudem seine eigene NoSQL-Datenbank FoundationDB unter eine Open Source-Lizenz gestellt. LinuxNews stellt Flameshot als Screenshot-Software vor. Die Bundescloud setzt übrigens auf Nextcloud. Und FFmpeg 4.0 ist erschienen.

xkcd.com: Operating Systems
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Wer kann sich an diesen xkcd-Comic erinnern? Der Apple CEO Tim Cook hat sich nun gegen eine Verschmelzung von iOS und macOS ausgesprochen. Mal sehen, ob sich bis 2023 nicht doch noch etwas da tut. 😉

Amazon veröffentlicht erstmals Zahlen, wie viele das Prime-Angebot nutzen. Es sind mittlerweile über 100 Millionen Mitglieder.

Facebook-Nutzer müssen seit einigen Tagen wieder neuen AGBs zustimmen, um das Netzwerk weiter wie gewohnt nutzen zu können.

Stichwort DSGVO. Diese neue Datenschutzverordnung tritt demnächst in Kraft. Ein Knackpunkt: Jugendliche unter 16 Jahren bedürfen dann für die Nutzung von bestimmten Internetdiensten teilweise die Zustimmung ihrer Eltern. Wie das umgesetzt werden kann, ist derzeit noch unklar.

Neues vom Firefox: möglicherweise erhält dieser bald eine Notizfunktion, da diese momentan im Test Pilot getestet wird.

LESETIPP  Wochenrückblick KW 18/2018

Finnland beendet überraschend sein Grundeinkommensexperiment. Der Grund: die Rahmenbedingungen machen eine Fortführung schwierig.

Flickr, der Fotodienst von Yahoo, wurde an Smugmug verkauft, soll aber weitergeführt werden.

Nutzt jemand Android Auto? Ich kann es eigentlich ziemlich empfehlen, sofern man sich davon nicht ablenken lässt. Es gibt nun einen neuen Weg, Kontakte anzurufen, da sich nun die gesamte Kontaktliste anzeigen lässt.

Und zum Schluss: bisher konnte ich mir noch nicht so recht vorstellen, dass sich Luft besteuern lässt. Bisher.

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