Wochenrückblick KW 8/2018

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Hallo und herzlich willkommen zur 8. Ausgabe des Wochenrückblicks 2018!

Die heutigen Themen: Bundesregierung vs. Dieselfahrzeuge, Kylie Jenner vs. Snapchat und Schnee vs. Norden.

Diesel

Seit September 2015 stehen Dieselfahrzeuge in der Kritik. Grund hierfür sind Manipulationen an der Abgassoftware, die dazu führen, dass die Abgaswerte in Prüfsituationen geschönt werden. Besonders an kalten Tagen ist der Ausstoß der sog. Stickoxide jedoch viel höher als angegeben, wie das Umweltbundesamt bereits Anfang letzten Jahres schrieb. So ist der Ausstoß dieser Abgase bei einem Euro 5-Diesel gut 5x größer als angegeben.

In der Folge führt das zu in großen Städten schädlichen Verschmutzungen. Die Ämter von Düsseldorf und Stuttgart wurden deshalb nach Klagen durch ihre Verwaltungsgerichte zu Fahrverboten für bestimmte Kraftfahrzeuge angewiesen, sodass z.B. in Stuttgart Benziner unterhalb der Euro 3 und Dieselfahrzeuge unterhalb der Euro 6-Norm nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürfen. Ein solches Fahrverbot träfe demnach sehr viele Gruppen, neben den PKW sind auch insbesondere Transporter, Speditionen, Postwagen und so viele weitere Dienstleister betroffen, dass man sich Folgen nicht ausmalen kann. Eine Durchsetzung wäre möglicherweise fatal.

In einer Sprungrevision sollten nun beide Urteile am Donnerstag, den 22. Februar durch das Bundesverwaltungsgericht überprüft werden. Zu einem Urteil kam es jedoch nicht, da das Gericht die Entscheidung noch einmal überprüfen wollte. Das Ergebnis wurde somit auf Dienstag, den 27. Februar, vertagt.

Überraschenderweise vorweg gegriffen hat die Bundesregierung. In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen schrieb der Parl. Staatssekretär Norbert Barthle:

Es soll eine neue Rechtsgrundlage zur Anordnung von streckenbezogenen Verkehrsverboten oder -beschränkungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Feinstaub oder Abgasen (Stickstoffdioxid) in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) geschaffen werden.

Auch wenn das Bundesverwaltungsgericht nächste Woche die Dieselverbote vorerst abwendet, könnte es sein, dass mit einer Änderung in der StVO eine solche Grundlage geschaffen wird. Wir können gespannt bleiben – sehr zum Ärger von Dieselfahrern.

Snapchat

Snapchat ist in den letzten Wochen in aller Munde. Um besser expandieren zu können und auch ältere Zielgruppen zu erschließen, hatte sich Snap, das hinter der App stehende Unternehmen dazu entschlossen, radikale Änderungen vorzunehmen. Das Ergebnis: eine Umstrukturierung der gesamten App. Da diese Änderungen bereits in der Android-Version letztes Jahr veröffentlicht wurden, habe ich die Chance genutzt, einen kleinen Orientierungsartikel zu schreiben. Von der Resonanz daraufhin war ich überrascht: irgendwann Ende Januar schlug der Artikel ein, scheinbar wurde erst dann die iOS-Version ausgerollt. Zu Denken sollen aber die dazugehörigen Top-Suchbegriffe geben: demnach wünschen sich die meisten Nutzer das alte Design wieder zurück und sind mit dem neuen sehr unzufrieden. Das ist nicht verwunderlich, immerhin wurden Kernbausteine der App so verändert, dass sich auch die Interaktion geändert hat und zu einem Umdenken zwingt. Die Stories sind z.B. mittlerweile an so vielen Stellen, dass man es gar nicht mehr schafft, alle zu finden.

Nun hat sich auch Reality-Darstellerin Kylie Jenner, Halbschwester von Kim Kardashian gemeldet und schrieb zum Thema:

https://twitter.com/KylieJenner/status/966429897118728192

Zack, 1,7 Milliarden US-Dollar war der Börsenwert leichter, da der Kurs um zeitweise 8 Prozent sank.

Jenner ist eine prominente Snapchat-Nutzerin und hat auf der Plattform sehr viele Follower; dass solche Aussage dann dem Unternehmen teuer zu stehen kommen, ist wenig verwunderlich. Später kamen jedoch von Kylie Jenner noch versöhnlichere Worte:

https://twitter.com/KylieJenner/status/966432754089918465

Von Snapchat begeistert bin ich in letzter Zeit auch immer weniger. Das hat aber mehr mit der Perfomance der Android-App zu tun, die auf meinem Smartphone aus einer 2015er-Modellreihe so miserabel ist, dass es wirklich keinen Spaß mehr macht, die App zu nutzen. Oder wer will gerne mitunter über 90s warten, bis man in der Freundesübersicht ist?

Man kann jetzt nur hoffen, dass diese Woche für das Unternehmen ein Weckruf war und Lösungen geschaffen werden. Denn diese hat Snap in gewisser Weise dringend nötig.

Wetter

Dass wie zuletzt im Januar in der Schweiz Orte wie Zermatt einscheien, wird in Deutschland immer für unüblich gehalten. Schneekatastrophen wie der Winter 1978/79 sind mit einer Jährlichkeit von 50 Jahren sehr unüblich und führen, wenn sie dann eintreten, zu massiven Behinderungen. 1978 fiel an Silvester mitunter 80 cm Neuschnee.

So viel Neuschnee ist in den nächsten Tagen an der Ostseeküste nicht zu erwarten. Trotzdem werden nach aktuellen Prognosen um die 20 – 30 cm fallen, wodurch möglicherweise Orte wieder einschneien. Grund für diesen späten Wintereinbruch ist der besonders in Amerika auftretende Lake Effect, wie NDR-Meteorologe Stefan Kreibohm auf Facebook erklärt. So sorgt dieser Effekt für viel Niederschlag, da momentan kalte Winde über die fast schon mit 2 °C „warme“ Ostsee einströhmen. Zuletzt trat in Deutschland dieser Effekt 2013 in Schleswig-Holstein auf. Es bleibt zu hoffen, dass das Ausmaß kommende Woche gering bleibt.

Epilog

Das war der Wochenrückblick für diese Woche. Die Hinweise, Links und Quellen sind wie immer im Blog vNotes zu finden. Abonniert meinen YouTube-Kanal und diesen Blog, um keine News zu verpassen. Bis zum nächsten Mal!

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