Standardverzeichnisse in GNOME setzen

Symbolbild Desktop-Fenster

Vor einigen Tagen habe ich auf meinem Computer weiter auf LVM umgestellt und vor allem an den Homeverzeichnissen geschraubt. Bisher waren diese über eine ausgesprochen unschöne Variante auf /mnt/hddX/home/... gesymlinkt. Diese temporäre Lösung hatte mehrere unschöne Nebeneffekte wie z.B. doppelte Dateien in einigen IDEs, welche die Pfade absolut aufgelöst in ihren Configs speicherten.

Bei der Migration in die neuen LVM Logical Volumes (LV), auf denen sich die Dateisystem betreiben lassen, wollte ich dann größere Verzeichnisse ebenfalls auslagern, darunter einige Standardverzeichnisse wie Videos und Downloads. Macht man dies allerdings im laufenden Betrieb, kann sich offenbar der GNOME-Dateimanager Nautilus 3.32 daran stören: dieser "vergisst" einfach mal die Standardverzeichnisse.

Um diese nun wiederherzustellen, müssen wir in die Datei gehen, die die Standardverzeichnisse unter GNOME koordiniert: die $HOME/.config/user-dirs.dirs. In dieser Datei werden für bestimmte (selbsterklärende) Variablen die jeweiligen Verzeichnisse (optimalerweise homedir-relative, d.h. mit $HOME statt ausgeschriebenem Username) definiert. An dieser Stelle können auch Änderungen der Verzeichnisnamen getroffen werden, wenn z.B. Desktop dem vor einigen Jahren eingeführten Defaultnamen Schreibtisch vorgezogen werden soll.

Was war bei mir nun konkret in der Datei passiert? Die entsprechenden XDG-Variablen waren auf "$HOME/" gesetzt. Kein Wunder, dass die Einträge nicht mehr in den Favoriten angezeigt und in der Liste mit besonderen Icons hinterlegt wurden. Eine Änderung samt Neustart der Shell konnte das Problem beheben.

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