Mac Login mit iCloud-Passwort (wieder) aktivieren

Seit macOS 10.10 Yosemite ist es möglich, sich in seinem Computerkonto mithilfe des iCloud-Passworts anzumelden.

Üblicherweise wird die Funktion entweder während der Installation bereits angeboten oder lässt sich nachträglich über die Passwortänderung in den Benutzereinstellungen aktivieren.

In besonderen Fällen kann oder muss man diese Funktion jedoch deaktivieren – insbesondere wenn man die Apple ID trennt. Hierfür muss bei der Trennung ein „Separates Passwort“ lokal definiert werden. „Mac Login mit iCloud-Passwort (wieder) aktivieren“ weiterlesen

.tar.gz mit vim auflisten

Vim ist eines der wenigen Werkzeuge unter Linux, die richtig unscheinbar und komplex daher kommen, in Wirklichkeit aber regelrechte Schweizer Taschenmesser sind. Eigentlich wird Vim als Editor eingesetzt, der sich dank seiner Syntax zu komplexen Operationen eignet.

Was aber wenige wissen: mit ihm lässt sich auch der Inhalt von .tar.gz-Archiven auflisten. Normalerweise geht das mit tar und den Flags tvf, sodass ein Archiv mittels tar -tvf archive.tar.gz aufgelistet wird.

Mit Vim geht das aber eleganter: hier wird das Archiv wie eine ganz normale Datei aufgerufen. Dann listet der Editor den Archivinhalt read-only auf.

Neben .tar.gz-Archiven werden auch z.B. .tar.xz-Archive unterstützt.

Ein cleverer Tipp für alle, die gerne mit Vim arbeiten.

Erreichbarkeit von Ports mit netcat ermitteln

Beim Testen von Serverdiensten stellt sich oft die Frage, ob ein gewünschter Port erreichbar ist. Ports ordnen Endpunkte zwischen Verbindungen zu und sind wichtiger Bestandteil der TCP/UDP-Protokolle. (vgl. [1]) Während bei der Ermittlung der Erreichbarkeit eines Computers mittels IP-Adresse in der Regel der Ping hilft, werden für einzelne Ports andere Mittel benötigt. Die einfachste Möglichkeit für die HTTP(S)-Ports 80 und 443 ist der Browser. Gibt es beim Verbindungsaufbau keine Probleme, so ist der Port erreichbar. Bei Diensten wie einem Mail Transfer Agent (Port 25) ist das nicht so einfach. „Erreichbarkeit von Ports mit netcat ermitteln“ weiterlesen

Wetterdaten im Terminal mit wttr.in

Wetterdienste gibt es viele. Relativ neu ist die Seite wttr.in, die sich in einem Punkt maßgeblich von anderen üblichen Wetterseiten unterscheidet: sie ist für das Terminal entwickelt worden. Dabei wird auch nicht auf irgendein Austauschformat wie JSON, sondern komplett auf HTML gesetzt. Wettersymbole werden als ASCII-Art dargestellt. „Wetterdaten im Terminal mit wttr.in“ weiterlesen

Standardgateway unter Linux ermitteln

Wenn man unter Linux-Distributionen Netzwerke konfiguriert oder administriert, möchte man oftmals wissen, an welchen Router bzw. „Standardgateway“ der Rechner angebunden ist. Das Standardgateway ist üblicherweise ein Netzwerkgerät, an das die Netzwerkteilnehmer Pakete für andere Subnetze senden. Heutzutage sind das meist Router. Während in Heimnetzwerken oft nur ein Router arbeitet, sind es bei größeren Netzwerken nicht selten mehrere. Andere Betriebssysteme zeigen das Standardgateway beispielsweise unter dem Befehl ipconfig an, unter Linux gibt es bekanntermaßen ähnliche und spezielle Wege, die zum Ziel führen. „Standardgateway unter Linux ermitteln“ weiterlesen

Tipp: bash_history mit Zeitstempel versehen

Nachdem ich vor gut zwei Monaten erklärt habe, wie man Kommandos in der bash_history versteckt, möchte ich das Thema heute auf Timestamps ausweiten. Die bash_history erfässt alle eingegebenen Kommandos aus der Bash in einer Datei. Leider lässt sich in der Grundkonfiguration damit schlecht ermitteln, wann welches Kommando ausgeführt worden ist. Mit einer Variable können wir dies allerdings aktivieren. „Tipp: bash_history mit Zeitstempel versehen“ weiterlesen

Solved: Error 403 in Munin

In diesem Blogeintrag berichte ich von einer Lösung für einen kleinen Fehler, der (nicht nur bei mir) in der Installation von Munin auftritt. Munin ist ein Monitoring-Tool, das Statistiken eines Computers mit z.B. Linux sammelt und mit Grafiken in HTML ausgibt. Da es allerdings keinen eigenen Webserver mitliefert, muss es sich in einen bestehenden integrieren. Oft kommt hier Apache zum Einsatz.

Bei einer Installation auf Debian 8.3 Jessie verlief bei mir die Installation ohne Probleme. Bei einer Anzeige der Webseite mit einem Computer im Netzwerk erschien jedoch dann der Error 403. Irgendwas stimmt also mit den Zugriffsrechten nicht.

Lösung

Die Lösung ist recht simpel. Die Apache-Konfiguration muss externe Zugriffe erlauben. Die Apache-Konfiguraitonsdateien für die Munin liegen in /etc/munin. Allerdings unterstützt Apache 2.4 unterstützt die alte „Order allow,deny“-Schreibweise für die Zugangskontrolle nicht mehr. Deswegen muss durch die neue „Require“-Schreibweise ersetzt werden. Konkret sieht das folgendermaßen aus:

  1. Die Datei /etc/munin/apache24.conf (nicht apache.conf!) öffnen.
  2. Unter <Directory /var/cache/munin/www> muss die Zeile „Require local“ in „Require all granted“ (= alle dürfen zugreifen!) geändert werden.
  3. Options FollowSymLinks“ setzen, damit symbolischen Links gefolgt wird.
  4. Abspeichern und Apache-Config neueinlesen (z.B. sudo systemctl reload apache2.service)
  5. Im Webbrowser das Ergebnis überprüfen.

Fertig!