Git: Dateien nur aus Repository löschen

Unter Git kann es die Situation geben, dass eine Datei oder ein Verzeichnis nur aus dem Repository gelöscht werden soll, z.B. wenn sie/es in die .gitignore aufgenommen wurde.

Das klassische git rm würde auch die Datei aus dem Working Tree bzw. lokalen Dateisystem löschen. Abhilfe schafft die Option --cached.

Soll nun z.B. eine Datei namens file_to_delete im Repository gelöscht werden, wird dies mit dem Kommando

erledigt. Soll das gleiche mit einem Verzeichnis passieren, hilft das Kommando

Commit und Push natürlich danach nicht vergessen.

Pro-Tipp: soll aufgeräumt und alle Files, die mit der .gitignore matchen, nur im Repository gelöscht werden, kann folgendes Kommando genutzt werden

Quelle: 1, 2, Git logo: Jason Long (CC-BY)

SMART-Support aktivieren

Kleiner Tipp für zwischendurch: wer gerne SMART (konkret smartctl) für die Überwachung der Festplatten-/SDD-Zuverlässigkeit nutzt, kennt z.B. das Kommando sudo smartctl -a /dev/sda für die Anzeige der Informationen für die „1.“ Festplatte. Es kann bei einigen Festplatten allerdings sein, dass SMART zwar unterstützt, aber nicht aktiviert ist. Sieht dann so aus: „SMART-Support aktivieren“ weiterlesen

Tipp: Duplikate in bash_history vermeiden

Letztes Jahr habe ich bereits zur Bash und der Vermeidung von bestimmten History-Einträgen geschrieben. Die dort angesprochene HISTCONTROL-Varible lässt sich allerdings auch mit anderen Werten füllen, nämlich auch mit ignoredups. „Tipp: Duplikate in bash_history vermeiden“ weiterlesen

Standardpapierformat unter Linux einstellen

Vor einigen Wochen habe ich im Rahmen eines PC-Upgrades auch wieder mein Arch Linux-System neu installiert.

Bei der Benutzung von LibreOffice fiel dann auf, dass als Standard für neue Seiten das US-Format Letter eingestellt war. LibreOffice selber bietet keine einfache Möglichkeit, das Standardpapierformat zu ändern. Vor 5 Jahren hatte ich schon einmal ein ähnliches Problem. Die Lösung ist bis heute die gleiche: in der Datei /etc/papersize wird das Papierformat zentral für das System eingestellt. Möchte man das in Deutschland übliche Format DIN A4 einsetzen, ersetzt man den Inhalt durch:

Nach einem Neustart sollten die Änderungen dann aktiviert sein. Weitere Informationen und Konfigurationsoptionen befinden sich unter man papersize.

Debian 9 „Stretch“ erschienen

Still und heimlich ist am Samstag, den 17. Juni 2017 nach über 2 Jahren eine neue Version der Linux-Distribution Debian erschien. Version 9 führt mit dem Codenamen „Stretch“ die Reihe an Toy Story-Charakteren fort. Debian 9 wird dem Gründer des Projekts, Ian Murdock, gewidmet, welcher am 28. Dezember 2015 verstorben ist.

Statt großen Neuerungen wurde wie üblich an kleinen Stellen nachgebessert. Auffallendste Änderung für Administratoren wird die Umstellung von MySQL auf MariaDB sein. Weitere Änderungen sind:

  • die Umbenennung von Iceweasel und Icedove zurück zu Firefox und Thunderbird, nachdem ein jahrelanger Streit zwischen dem Debian-Projekt und Mozilla beigelegt wurde,
  • verbesserte Unterstützung für UEFI,
  • neuere Versionen von GnuPG (modern-Zweig),
  • ermöglichter Betrieb vom X-Display-System ohne root-Rechte,
  • verbesserte Sicherheit und Integrität von Paketen (Reproducible-Builds-Projekt deckt ca. 90% ab).

Des weiteren sind viele Pakete wieder auf einem aktuelleren Stand. Als Kernel kommt Version 4.9.30 zum Einsatz.

Achtung: Hinweise zu administrativen Eingriffen beachten! Daten vorher sichern!

Ein Upgrade ist auf Debian 9 sollte UNBEDINGT durch ein vorheriges vollständiges Backup abgesichert werden. Es kann immer etwas schief gehen. Zum Upgraden erst wie üblich alles Bisherige updaten über

dann in der
/etc/apt/sources.list
jessie gegen stretch austauschen und nochmals update, upgrade, dist-upgrade ausführen. Nach einem Neustart sollte dann Debian 9 funktionsfähig sein. Eine (sehr!) ausführlichere Anleitung zu diesem Thema samt Release Notes ist hier verfügbar.

Quelle: Debian News (20170617)

Die z-Kommandos

Als Administrator ist es wichtig, die Logs seiner Systeme zu sichten und auf Unregelmäßigkeiten zu überprüfen. Dies geht besonders gut mit Anwendungen wie cat, less oder more. Damit allerdings die Logs nicht zu groß werden, greift bei vielen Systemen logrotate ein und archiviert (für einen vorgegebene Zeitraum) alte Logs in einem bestimmten Zyklus. Werden diese alten Logs jedoch komprimiert, wird das spätere Begutachten scheinbar schwieriger, da die Dateien nun .gz-komprimiert sind. Die Archive müssten erst entpackt werden, um sie zu lesen. „Die z-Kommandos“ weiterlesen

Tipp: Alt-Tab in Gnome 3 konfigurieren

Gnome 3 ist seit der Canonicals Ankündigung zur Umstellung der Ubuntu-Desktopumgebung in spätestens nächstem Jahr in aller Munde.
Möchte man schnell Anwendungen wechseln, bietet sich die Tastenkombination Alt-Tab in allen üblichen Betriebssystemen an. Während man aber von Unity z.B. gewohnt ist, dass alle Fenster aufgelistet werden, listet Gnome 3 normalerweise nur in Anwendungsgruppen auf. Aus meiner Sicht ist das für einen zügigen Wechsel zwischen den Fenstern, besonders wenn sie zur gleichen Anwendung gehören, hinderlich. „Tipp: Alt-Tab in Gnome 3 konfigurieren“ weiterlesen

Pacman-Cache mit paccache aufräumen

Arch Linux unterscheidet sich von anderen Distributionen insbesondere dadurch, dass hier mit pacman ein ganz anderer Paketmanager eingesetzt wird. Bei allen Softwareinstallationen und -updates lädt er die Installationspakete erst in das Verzeichnis /var/cache/pacman, bevor er die jeweiligen Pakete installiert. „Pacman-Cache mit paccache aufräumen“ weiterlesen

Tipp: LVM-Partitionen einhängen

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Wer mit einer Live-CD wie z.B. der SystemRescueCD extern auf eine Partition zugreifen möchte, macht dies meist über ein Kommando wie:

Hierbei wird die die erste Partition der ersten Festplatte/USB-Stick in den Mountpoint /mnt eingehängt. Danach kann je nach Dateisystem ganz normal auf den Inhalt zugegriffen werden. Sofern die Partition allerdings mit dem Logical Volume Manager (LVM) eingerichtet wurde, ist das nicht so einfach möglich. Versuche, die logischen Volumes aufzufinden oder einzuhängen, schlagen scheinbar fehl, da bei LVM die Partitionen an ganz anderen Orten liegen.
„Tipp: LVM-Partitionen einhängen“ weiterlesen

Dirty Cow: Kritische Sicherheitslücke im Linux-Kernel

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Kurz notiert: seit einigen Tagen kursiert eine Sicherheitslücke des Linux-Kernels im Internet, die eine Rechteerweiterung für praktisch jeden Nutzer ermöglicht. Wie schon von z.B. Heartbleed bekannt, hat auch diese Lücke einen Namen und eine Webseite: Dirty COW. „Dirty Cow: Kritische Sicherheitslücke im Linux-Kernel“ weiterlesen